{"id":92,"date":"2017-03-13T10:42:42","date_gmt":"2017-03-13T08:42:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tordas.de\/?p=92"},"modified":"2017-03-15T13:33:55","modified_gmt":"2017-03-15T11:33:55","slug":"schottland-2006","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tordas.de\/?p=92","title":{"rendered":"Expeditionstagebuch Schottland 2007"},"content":{"rendered":"<p>03.06.07.<\/p>\n<p>Lange Anna Backbord achteraus.<\/p>\n<p>Es ist 10.30 vormittags, die Sicherheiteinweisung ist abgeschlossen, Wind NE 4.<\/p>\n<p>Rattrey Head liegt 400 Meilen in 306\u00b0 voraus, wir laufen 6,5 knoten und die Sonne scheint, &#8211; das leben kann so sch\u00f6n sein!!!<\/p>\n<p>Meine Wache beginnt um 22.00. Nachdem ich es letztes Jahr nicht geschafft habe meine Gedanken im nachhinein niederzuschreiben, will ich diesmal wieder &#8222;zeitnah&#8220; Logbuch f\u00fchren.<\/p>\n<p>Aber wo war denn nun eigendlich der Anfang? es ist immer schwierig zu sagen wo genau eine Geschichte begann bevor man das Ende kennt, hhhmmm ich vermute sie begann gar nicht, ja ja genau jetzt f\u00e4llt es mir ein, &#8211; nach dem letztj\u00e4hrigen Schottlandt\u00f6rn stand dieses Jahr wieder Spitzbergen an, es wollten zwei Filmteams mit, eine Doku \u00fcber die Arktis, eine \u00fcber Tauchen in Spitzbergen und ich w\u00e4re in Troms\u00f6 ausgestiegen und h\u00e4tte mir dann alles im Film anschauen k\u00f6nnen. N\u00c4! So nich!! Nicht ohne mich!!!<\/p>\n<p>Es lies sich einfach nicht mit meinen Job vereinbaren, also dann lieber ein Jahr aufschieben und daf\u00fcr wieder einen ordentlichen Celtict\u00f6rn. So mit Seeungeheuern, Single Malt, Druiden, Highl\u00e4ndern, Drachen, und eben allem was man f\u00fcr einen gelungenen T\u00f6rn braucht.<\/p>\n<p>Der einfachheit halber begannen wir Gestern schon mal mit dem Whisky!<\/p>\n<p>Ham wir uns auch redlich verdient.<\/p>\n<p>Also von Vorne:<\/p>\n<p>Panikartik wurden am Freitag zwischen 16.00 und 16.45 Dinge erledigt die unter normalen Umst\u00e4nden bestimmt eine Woche gedauert h\u00e4tten, dann noch mal alle Freunde herzen die uns letzte Stunde beistanden und um 17.15 entlies uns das &#8222;Harburg Lock&#8220; (unsere Hafenschleuse) in die Freiheit des Meeres,&#8230;&#8230;&#8230; hach wie romantisch!<\/p>\n<p>Neeeee, also in Wirklichkeit in die Br\u00fche des Hamburger Hafens&#8230;aber nach zwei Stunden lag Wedel queerab wir setzten Segel und es war eine sch\u00f6ne Abendbriese, die uns fast bis Gl\u00fcckstatt trieb.<\/p>\n<p>Ein Bier und sehr wenige Schlafstunden sp\u00e4ter, als die Ebbe eingesetzte, gings weiter Richtung Helgoland.<\/p>\n<p>Bunkern, zum Liegeplatz verholen, einkaufen (Whiskey!!!), \u00fcber die Insel hoppeln, Basst\u00f6lpel fotografieren und Essen war eins.<\/p>\n<p>Heute morgen noch duschen, ein kr\u00e4ftiges Fr\u00fchst\u00fcck, ja und jetzt treiben Tordas und Crew neuen&#8230;&#8230;&#8230;..was ist das eigendlich da hinten in der Kimm? hhmmm sieht aus wie ein, &#8211; neee, das gibts doch nicht, was ist das denn??<\/p>\n<p>ich muss jetzt erst mal kucken, also bis sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>04.06.07<\/p>\n<p>Outer Rough<\/p>\n<p>Nein es war nicht der fliegende Holl\u00e4nder, &#8212;leider&#8230;.nur eine ODAS ( Ozean Data Aquisition System ) Boje der &#8222;Super Boje Size&#8220; Klasse. Na ja auch nicht schlecht f\u00fcr den Anfang.<\/p>\n<p>Nachdem wir nachmittags lange Zeit um die 7.5 Kts (Knoten) liefen waren nachts nur noch 4,5 drin. Als morgens die Anzeige unter drei fiel beschloss ich &#8222;Batterien zu laden&#8220; (sprich die Unterwassergenua zu setzen oder wie Landratten sagen w\u00fcrden &#8222;zu Motoren&#8220;)<\/p>\n<p>Inzwischen hat der Wind auf Nord gedreht und es geht wieder unter Segeln nach n`Alba. das ist Keltisch wird Nalappa gesprochen und bedeutet Schottland.<\/p>\n<p>Das Wasser ist inzwischen Delfinfarben, eine Mischung zwischen Stahlblau und Neont\u00fcrkies, aber noch hat sich keiner unserer Freunde blicken lassen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr \u00d6lplattform und Bohrinseln ohne Ende. Regnar Oil Field, Kraka Oil Field, Dan Oil Field, Skjold Oil Field, Gorm Oil Field, Dagmar Oil Field, Tyra Oil Field und Valdemar Oil Field liegen jetzt hinter uns und ich will den geneigten Leser nicht mit der Aufz\u00e4hlung der vor uns liegenden &#8222;Oil Fields&#8220; nerven. Aber es sich deutlich mehr!<\/p>\n<p>Viele tausend Menschen arbeiten in der Nordsee und liefern uns \u00d6l an dem kein Golfkrieg und keine Tankerkatastrophe klebt.<\/p>\n<p>daf\u00fcr wird die eine oder andere Pipeline durch unsere Wattenmeer Naturschutzgebiete gelegt.<\/p>\n<p>Unser Wohlstand ist ein schmutziges Gesch\u00e4ft. Leider sind auch die Segel von Tordas aus diesem \u00d6l.<\/p>\n<p>Wie sagte Tucholsky &#8222;Soldaten sind M\u00f6rder&#8220;, Konsumenten leider auch.<\/p>\n<p>Auch hier in der Nordsee flie\u00dft Blut, das Blut von Delfinen die durch die seismischen Sprengungen ihr Geh\u00f6r, ihr Sonar Navigationssystem verlieren, aus den Ohren bluten und j\u00e4mmerlich krepieren. &#8222;Walfang&#8220; auf europ\u00e4isch.<\/p>\n<p>Hoffendlich sind &#8222;unsere&#8220; Delphine, die wir hier schon so oft getroffen haben noch da&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>Dunkle Gedanken an einem sonnigen Tag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>05.06.07<\/p>\n<p>Genau senkrecht \u00fcber dem Mittelpunkt der Erde.<\/p>\n<p>Keine Delphine!<\/p>\n<p>Die Farbe des Meeres, &#8211; nichts hat so viele Farben, nichts kann so viele Stimmungen ausdr\u00fccken. Von absolut durchsichtig bis undurchdringlich Quecksilbern,<\/p>\n<p>gelb, braun, gr\u00fcn, blau, sogar rot, und alle Helligkeiten von glitzerndem eisweis bis pechschwarz.<\/p>\n<p>Augenblicklich ist es dezent anthrazitgrau mit einigen weissen tupfen, nicht unfreundlich, eher getragen!<\/p>\n<p>Drei bis F\u00fcnf Beaufort aus Nord treiben uns der schottischen K\u00fcste entgegen. Noch 88 Seemeilen bis Rattrey Head und dann noch mal 25 zum Hafen von MacDuff.<\/p>\n<p>407 Meilen liegen schon hinter uns, Bergfest war gestern und seit heute morgen liegt auch die letzte Bohrinsel achteraus.<\/p>\n<p>In ein, zwei Stunden werden wir den Nullmeridian \u00fcberqueeren und uns auf die Westhalbkugel schwingen. Let\u00b4s go west, oder so.<\/p>\n<p>Vorgestern hat uns ein Fulmar,ein Eissturmvogel entdeckt, der uns seitdem in sehr eleganten Kreisen folgt. Ich kann mich nicht erinnern schon mal so weit s\u00fcdlich einen entdeckt zu haben. In der Barentssee und der Arktik waren es unsere st\u00e4ndigen Begleiter.<\/p>\n<p>Heute morgen hat er von einem Gannet oder Basst\u00f6lpel, einer Art Albatross der Nordhalbkugel Verst\u00e4rkung bekommen.<\/p>\n<p>Zusammen veranstalten sie eine Kunstflugshow nach der anderen. &#8222;Faszinierend&#8220; w\u00fcrde Spock jetzt sagen.<\/p>\n<p>Inzwischen hat sich unser Landalltag restlos verabschiedet, kein Stress, keine Hecktik, kein Handy, Terminkalender&#8230;&#8230;..nichts zu tun als einfach nur segeln.<\/p>\n<p>Und Zeit. Man hat Zeit zu denken, Zeit f\u00fcr sich selbst. Der eigene Sichtweise auf die Welt ver\u00e4ndert sich, nicht ist mehr wichtig ausser Kurs, Wetter, essen und Wache.<\/p>\n<p>Es z\u00e4hlt nur noch das Wesentliche, die restliche Welt ist Nebensache, wir leben in unserer eigenen Welt, einem Kosmos aus, &#8212; Meer, &#8230;&#8230;&#8230;welches so unendlich vielseitig ist&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>Meine Nachtwache:<\/p>\n<p>Wir segeln zwar in die falsche Richtung, aber nur gaaanz langsam. Think positiv!<\/p>\n<p>Der Wind h\u00e4lt sich mal wieder nicht an den Wetterbericht, er dreht immer weiter nach Nordwest, genau unsere Richtung also, ausserdem ist das was ich da Wind nenne doch sehr schwach und unsteht.<\/p>\n<p>Zwei Patentwenden und eine Patenthalse sp\u00e4ter entschliessen wir uns die Maschiene anzuwerfen. Leider ver\u00e4ndert der Wind ja immer schnell Richtung und St\u00e4rke, der Seegang harrt meistens hartn\u00e4ckig noch ein paar Stunden aus.<\/p>\n<p>Und selbst ein Meter Seegang f\u00fchrt bei Flaute zu einem ungem\u00fctlichen Geschaukle mit dem steten flap flap der Segel. Manchmal h\u00f6rt es sich so an als w\u00fcrden eine Milllion Matrazen Wopp machen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>06.06.07<\/p>\n<p>Schottland, MacDuff<\/p>\n<p>MacDuff Harbour for Tordas, Tordas &#8212;<\/p>\n<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>Who\u00b4s calling MacDuff?<\/p>\n<p>Here is Tordas calling Macduff, we\u00b4d like to Berth overnight&#8230;<\/p>\n<p>Please repeat the Vessel\u00b4s name&#8230;<\/p>\n<p>Tordas, Tango Oskar Romeo Delta Alpha Sierra, Tordas<\/p>\n<p>Ahh TORRDASS, you enter the inner Harbour and berth near the Pilot boat, i\u00b4ll be there!<\/p>\n<p>Eine sehr enge verwinkelte Einfahrt mit einem satten 110\u00b0 Linkshaken f\u00fchrt uns durch mehrere &#8222;Storm Gates&#8220; gesichtere Hafenbecken zum Liegeplatz.<\/p>\n<p>Zwei Harbourman nehmen die Leinen an, der Hafenmeister weist an noch 5 meters back zu verholen.<\/p>\n<p>417 Meilen und drei Tage und 4 Stunden seit Helgoland.<\/p>\n<p>Als Anleger gibts einen Macallan Elegancia, double matured.<\/p>\n<p>MacDuff, ein d\u00fcsteres in die Felsk\u00fcste gehauenes halbverlassenes Fischerdorf, wer ihm nicht gef\u00e4llt wird sofort wieder ausgespieen&#8230;uns wird der Zutritt vorerst gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Wie lange?<\/p>\n<p>Abends empf\u00e4ngt uns ein g\u00e4hnend leerer Pub, es ist der dritte von Bord aus, die beiden anderen haben schon vor Jahren geschlossen.<\/p>\n<p>Schweigend trinken wir unser Pint, Tennent Lager die anderen, ich ein Amber.<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg treffen wir am Hafen auf drei rivaliisierende Clans die sich sternf\u00f6rmig mit ihren friesierten W\u00e4gen auf dem Platz verschanzt haben.<\/p>\n<p>Alle sind von unseren Einradk\u00fcnsten begeistert, jolend feuern sie uns an, aber wir sind noch nicht ganz von der Bildfl\u00e4che verschwunden, da gehts los.<\/p>\n<p>In einer Wolke von sich in Rauch aufl\u00f6sender Reifen heulen Motoren auf und es entspinnt sich eine Darbietung bei der der Teufel und James Dean direkt aus der H\u00f6lle Regie f\u00fchren,&#8230;..es riecht auch so&#8230;&#8230;.der Sheriff schreibt lieber noch Berichte im Office,&#8230;.und er weis sicher warum&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>Die Turbolader kreischen noch als wir schon in der Koje liegen<\/p>\n<p>Ich liebe Scotland&#8230;&#8230;&#8230;!!!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>07.06.07<\/p>\n<p>Inverness<\/p>\n<p>Scheisse, zwanzig nach f\u00fcnf, verschlafen. jetzt aber Blitzstart sonst klappts mit der Tiede nicht mehr&#8230;<\/p>\n<p>Nach drei Minuten hektik Entwarnung. Ein Blick auf die Borduhr zeigt es ist erst zwanzig nach vier,\u00a0 der Wecker hatte noch european time.<\/p>\n<p>Also ganz entspannt erst mal n Caffee und dann los nach Inverness, 63 sm ahead!<\/p>\n<p>Nachmittags komm NE Wind auf,\u00a0 unter Gro\u00df und Besan lassen wir uns von der Flut in den Inverness Firth korken.<\/p>\n<p>Und? Ja aber sicher, na klar doch, is Wasser nass? Ja sie sind da!!! Wie immer! The Magic Bottle Nose Dolphins from Rosemarky!!!<\/p>\n<p>Eine Weltweit bekannte Population von ca. 150 Delfinen die hier isoliert von ihren Artgenossen lebt.<\/p>\n<p>Fantastisch wie die vier Meter langen Tiere ums Schiff spielen. Hundert Meter weiter macht einer einen doppelten Salto R\u00fcckw\u00e4rts, vielleicht will er uns was sagen?<\/p>\n<p>Ich leg mir vorsichthalber schon mal ein Handtuch bereit. Sicher ist sicher!<\/p>\n<p>In Inverness fahren wir gleich in den Caledonean Canal. Nach zwei Schleusen machen wir im Muirtown Bassin fest. Vor uns liegt ein alter geplankter Spitzgatter aus<\/p>\n<p>&#8211; San Francisco -.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend unsere W\u00e4sche schon in der Maschine liegt, satteln wir die Einr\u00e4der und fahren in die Stadt.<\/p>\n<p>Im Cleidish, unserem &#8222;Stammpup&#8220; gibts wie jeden abend Lifemusik.<\/p>\n<p>Heute spielen unten vier Gruppen hintereinander im Rahmen des &#8222;North up Festivals&#8220;. Oben spielt derweil eine andere Gruppe\u00a0 &#8222;Unplugt&#8220;. Vielleicht sollte ich noch erw\u00e4hnen das der ganze Schuppen unten vielleicht 15 mal 10 und oben 10 mal 10 Meter misst, inklusive B\u00fchne nat\u00fcrlich. Na ja, daf\u00fcr gibts in diesem H\u00e4userblock nur noch so sechs sieben andere Pups mit Livemusik.<\/p>\n<p>Ich sch\u00e4tze mal das in Inverness an einem abend (donnerstag, am wochende ist nat\u00fcrlich mehr los!) mehr Bands spielen als in Hamburg in einem Monat und alle die jetzt wiedersprechen m\u00f6gen bitte erst mal selbst nachschauen.<\/p>\n<p>Bevor es losgeht ziehen wir uns noch ein &#8222;Chips and Cheese with Salt &amp; Vinegar&#8220;\u00a0 plus &#8222;Onion Rings&#8220;rein.<\/p>\n<p>Viele Pint Organic Lager Beer, zwei Ska, eine Rhythm &amp; Blues und eine Punkband sp\u00e4ter wanken wir raus.Hier werden nicht nur die Schotten dicht gemacht, nein auch die Touries.<\/p>\n<p>Alle sind schwer begeistert, echt krasse Mucke, &#8222;fantastic&#8220; ist die einhellige Meinung.<\/p>\n<p>Komischerweise kann man noch recht gut Einrad fahren wenn\u00b4s mit dem laufen schon nicht mehr so klappt. Man muss nur raufkommen&#8230;.<\/p>\n<p>Irgenwie schaff ichs \u00fcber die River Ness H\u00e4ngebr\u00fccke, auch die drei Stufen auf der anderen Seite runter&#8230;in meinem Kopf dreht sich alles,<\/p>\n<p>&#8230;&#8230;..das Rad, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.die Pedale, &#8230;&#8230;&#8230;..ich,<\/p>\n<p>&#8230;&#8230;&#8230;.ein Universum aus R\u00e4dern, &#8230;&#8230;..sie lauern am Strassenrand und werfen bissige Blicke auf mich, Gel\u00e4ndereifen, Truckr\u00e4der, b\u00f6sartige Breitreifen mit einem Haifischgebiss aus Alufelgen &#8230;&#8230;Zahnr\u00e4der versuchen mich an den \u00c4rmeln zu packen,&#8230;&#8230;.. immer schneller versuche ich zu entkommen,<\/p>\n<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..da vorne,&#8230;&#8230;&#8230; eine keine Gr\u00fcnfl\u00e4che, &#8230;..ich schaff es, &#8230;&#8230;.ich schaff es, &#8230;&#8230;.ich&#8230;.mit letzter Kraft werfe mich nach vorne, ein riesiger Sprung, ich schmeiss mich \u00fcber das Gel\u00e4nder flach auf den Rasen,&#8230;&#8230; Reifen kreischen, kommen quitschend zum stehen, &#8230;&#8230;..Scheinwerfer greifen nach mir, aber sie streifen nur dicht \u00fcber mich hinweg. &#8211; ich sp\u00fcre mein Puls in den Ohren h\u00e4mmern&#8230;&#8230;sonst Stille&#8230;..<\/p>\n<p>Ich merke dass ich noch die Sonnenbrille aufhab, &#8211; deshalb war alles so dunkel. Mir ist schlecht.<\/p>\n<p>Langsam kommen die Stimmen der anderen n\u00e4her, ich steh auf, &#8230;.gemeinsam fahren wir zum Schiff.<\/p>\n<p>Morgen ist ausschlafen angesagt, darauf freu ich mich.<\/p>\n<p>Ich schlafe unruhig und tr\u00e4ume von Walzstrassen, S\u00e4gewerken und Gesteinsm\u00fchlen, \u00fcber die ich mit dem Einrad fahre.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>08.06.09<\/p>\n<p>Urquarth Castle.<\/p>\n<p>Heute morgen war es endlich so weit. Schon Jahre geh ich mit dem Gedanken schwanger und heute sozusagen die Geburt: ein Kilt!<\/p>\n<p>Sch\u00f6n heidelbeerblau mit roterm Muster. Vom Clan der Macbluebears.\u00a0 Dazu ein gr\u00fcnes Hemd und gr\u00fcne Socken&#8230;.sieht einfach fabelhaft aus!!!<\/p>\n<p>Und wieder erwarten ist es auch ein durchaus angenehmes Tragegef\u00fchl, ausserdem f\u00fchlt man sich sehr celtic im Kilt!!!<\/p>\n<p>Auf dem Einrad bin ich der Star von Inverness Touristenmeile, die Leute auf der Strasse z\u00fccken ihre Handys um mich zu fotografieren.<\/p>\n<p>Wir kaufen noch ein paar Outdoorartikel in den zahlreichen Spezialgesch\u00e4ften.<\/p>\n<p>Auch wenn Schottland (Grossbritanien) insgesammt recht teuer ist, so sind doch sowohl was Angebot, Auswahl als auch Preis betrifft, die Highlands allgemein und Inverness im besonderen ein ausgespochen g\u00fcnstiger Ort zum Einkauf von Outdoorequipment aller Art.<\/p>\n<p>Nachdem der Geldbeutel leer ist, gehts aufwerts mit uns, richtung Loch Ness.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Schleusen und eine Schwenkbr\u00fccke sowie ein sich zauberhaft durch die Landschaft schl\u00e4ngelnder Kanal f\u00fchren uns ins Paradies der Seeungeheuer.<\/p>\n<p>Wobei dieser Ausdruck eigentlich v\u00f6llig verkehrt ist. Nessi ist ja schlie\u00dflich ein &#8222;Geheuer&#8220;, ein richtiger Sympathietr\u00e4ger und sicherlich das ber\u00fchmteste aller See(un)geheuer.<\/p>\n<p>Am Fusse des nicht weniger mystischen Urquarth Castle gibt es einen sehr kleinen Anleger, an dem wir \u00fcber nacht zu Gast sein werden.<\/p>\n<p>Tags\u00fcber geh\u00f6rt das Castle den Japanern und Co., nachts geh\u00f6rt seinen rechtm\u00e4ssigen Herrn, den Highlandern und Nessi&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>..und heute ist Tordas eingeladen!<\/p>\n<p>Mit den letzten Sonnenstrahlen erkunden wir die Ruine, alles ist verlassen und verschlossen. Wir klettern \u00fcber die Aussenmauern bis auf die Zinnen.<\/p>\n<p>Vor \u00fcber dreihundert Jahren \u00fcbergab der letzte lebende Bewohner das Schloss an die Geister und Gestalten der Schattenwelt.<\/p>\n<p>Als wir vor neun Jahren das erste mal hier waren entdeckte ich in vielleicht zwei Meter Tiefe mit den F\u00fcssen im kalten pechschwarzen Wasser eine grosse Runde Kugel.<\/p>\n<p>Zusammen mit Benno wuchtete ich diese ca. zwei Zentner schwere Kugel mit grosser Anstrenung ans Ufer. Sie war kreisrund und wies deutliche Bearbeitungsspuren auf.<\/p>\n<p>Offenbar handelte es sich um ein Geschoss mit dem Belagerer auf die Burg schossen.<\/p>\n<p>Vor ein paar Jahren dann rekonstruierten eine franz\u00f6sische und eine britische Gruppe je eine dieser Steinschleudern, wobei sie auch Schies\u00fcbungen machten. Es gibt einen sehr sch\u00f6nen Dokumentarfilm dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Wer heute Urquarth Castle besucht, sieht noch eine dieser Schleudern vor der Burg stehen. Davor liegen vier Steinkugeln. Drei gleichartige und eine etwas andere, mit Einschlagspuren auf einer Seite, eben jene die wir seinerzeit am Strand liegen liesen.<\/p>\n<p>Und ausser uns, und jetzt auch euch, weis keiner wie diese Kugel pl\u00f6tzlich an den Strand kam&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>Mit der D\u00e4mmerung treibt dichter Nebel auf der ganzen Breite des Tals \u00fcber Loch Ness. Rund um die Burg gehen Scheinwerfer an die alles in gelblich gespenstisches Licht tauchen. Die Zinnen schneiden den Nebel der anschliessend wie z\u00e4her Griessbrei wieder zusammenflie\u00dft.<\/p>\n<p>Zwei von uns versuchen diese mystische Stimmung mit Kameras auf langen Stativen einzufangen. Die Szenerie sieht aus wie von Dali gemalt.<\/p>\n<p>Ich gehe vom Anleger hoch zur Burg und versuche mit Fackeln zu jonglieren. Geblendet von den hellen Flammen greife ich dauernd daneben, die Fackeln fallen runter ich heb sie auf, werf sie hoch, greif daneben und so weiter&#8230;&#8230;..<\/p>\n<p>Als nach einigen Minuten die Flammen kleiner werden merke ich das es stockdunkel ist&#8230;keine Scheinwerfer mehr kein Mond keine Sterne, nur Nebel so dicht, nass, kalt\u00a0 und schwer das mir das Atmen schwerf\u00e4llt. Zwei Fackeln sind sofort aus als sie runterfallen, mit der dritten finde ich grade noch das Glas mit dem Brennstoff bevor sie verl\u00f6scht.<\/p>\n<p>Schwere Atemger\u00e4usche, eine Mischung zwischen keuchendem Pferd und dem Blas eines Wales. Es stinkt nach Shushi, altem Tang, Fisch. Immer mehr Atemger\u00e4usche kriechen in breiter Front den Hang hoch, es keucht und zischelt vor mir rechts, links, \u00fcberall, dunkle, schwere, massige Leiber schl\u00e4ngen sich an mir vorbei. Ich kann sie in der Dunkelheit nicht sehen aber ich sp\u00fcre sie ganz deutlich. \u00dcberdimenslionale Echsen &#8212;<\/p>\n<p>ein Blitz?, nein eher&#8230;die Scheinwerfer? &#8230;.Feuer!!!&#8230;&#8230;das ist Feuerschein.<\/p>\n<p>Verschwommen z\u00fcngeln Flammen durch den Nebel, ich seh die Schatten der Leiber, die gezackten R\u00fcckenlinien, ein Feuerschwall schl\u00e4gt mir entgegen, versengt mir die Haare und mit einem mal begreife ich. Schnell tauche ich meine Fackeln ins Petroleum, es zischt und stinkt so heiss sind sie, krampfhaft versuche ich das Feuerzeug aus meiner Hosentasche zu zerren, grade als ich\u00b4s fast habe, faucht vor mir wieder ein Feuerstoss auf und ich schaffs grade noch den Arm mit den Fackeln nach vorne zu schieben und&#8230;.eine kleine blaue Flamme hat sich auf eine Fackel gerettet. Sekunden sp\u00e4ter brennen alle und ich krieche die Fackeln vor mir schwenkend den H\u00fcgel rauf, dutzende graugr\u00fcne Drachen an meiner Seite.<\/p>\n<p>Als wir auf der Anh\u00f6he neben der Burg angekommen sind verharren alle einen Moment, recken ihre K\u00f6pfe nach oben, als vom See her ein alles durchdringender langer hoher Schrei den Nebel erf\u00fcllt. Die Herrin ruft!<\/p>\n<p>Die k\u00f6rper schnellen nach vorne, schl\u00e4ngeln sich auf dem nassen Gras zum Ufer und gleiten kaum h\u00f6rbar ins Wasser.<\/p>\n<p>Benommen bleib ich im Gras liegen, &#8230;bis meine Fackeln wieder verl\u00f6schen.<\/p>\n<p>Als ich mich aufrichte, bemerke ich das der Nebel zu Fetzen zerrei\u00dft, das starke dunkelblau des himmels ist zu sehen, und ein einsamer Stern steht kalt am Himmel.<\/p>\n<p>Ich versuche meine Sachen wiederzufinden, die dunkelgrauen nasse Mauern der Burg tauchen neben mir auf.<\/p>\n<p>Als ich alles gefunden habe gehe ich zur\u00fcck zum Schiff. Von der Wiese bin ich klatschnass.<\/p>\n<p>&#8222;Du hast ja ein riesen Spektakel da im Nebel mit deinen drei Fackeln veranstaltet, sah eher wie hundert Fackeln gleichzeitig aus&#8220;.<\/p>\n<p>Ich sag nur &#8222;ja ja war ziehmlich anstrengend,&#8220; und um abzulenken&#8220; will jemand mit Nessie baden? Es ist schon Geisterstunde, w\u00e4r doch was oder?&#8220;<\/p>\n<p>Drei Handt\u00fccher fliegen an Deck, Benno testet schon mal die Temperatur, ich spring \u00fcber ihn hinweg und lausche unter Wasser kurz ob ich irgendwelche Ger\u00e4usche h\u00f6re.<\/p>\n<p>Es ist totenstill, sie sind weg.<\/p>\n<p>Das kalte Wasser schmerzt mir an den Schl\u00e4fen, ich tauch auf und schwimm schnell zum Schiff.<\/p>\n<p>Zusammen mit Elke und Benno tollen wir kurz rum, aber es ist ziehmlich kalt.<\/p>\n<p>Dannach sitzen wir noch kurz im Cockpit und geniessen einen Glenmorangie. Ich erz\u00e4hle nichts. Als ich in der Koje liege falle ich sofort in einen tiefen traumlosen Schlaf&#8230;..<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>09.06.07<\/p>\n<p>Fort Augustus.<\/p>\n<p>Morgens warfen wir einfach die Festmacher los und lie\u00dfen uns von der leichten Briese auf den See treiben.<\/p>\n<p>Die letzten Reste des Nebels l\u00f6sen sich in der Morgensonne auf. Am Fr\u00fchst\u00fcckstisch sehen wir das wir uns in engen Kreisen drehen. Als jemand nach draussen schaut h\u00f6rt es schlagartig auf.<\/p>\n<p>Am Nordende des Sees findet ein risieges Open Air Festival statt, angelblich 35.000 people. Wir fahren direkt mit dem Bug an den Strand. Elke springt vom Kl\u00fcver auf den Strand und macht uns an einem angeschwemmten Baumstamm fest&#8230;.aber schon kommt ein Ordner und will uns verscheuchen&#8230; Wir schicken ihn zu seinem Chef, aber der l\u00e4sst nur ausrichten wir sollen doch in Inverness festmachen und mit dem Shuttlebus kommen&#8230;&#8230;&#8230;na ja dann eben nicht.<\/p>\n<p>Wir legen ab und segeln sch\u00f6n in hundert Meter Abstand am S\u00fcdostufer entlang. Etwa in der Mitte des Sees finden wir einen uralten bauf\u00e4lligen Anleger an dem wir festmachen. Ein paar von uns laufen zu den Wasserf\u00e4llen von Foyer, ich \u00fcb mit Fackeln jonglieren, &#8230;&#8230;&#8230;.damit mir nicht wieder alles runterf\u00e4llt!<\/p>\n<p>Um kurz nach acht gehts weiter. Mit ca. vier Knoten segeln wir Richtung Fort Augustus. Ich koche uns Nudeln mit Pesto ( geht halt schnell ).<\/p>\n<p>Beim essen sehen wir das von achtern wieder dichter Nebel aufzieht.<\/p>\n<p>Er ist schneller als wir. Dicht wie graue Farbe steht er \u00fcber dem See. Vorne und nach oben schie\u00dfen immer wieder riesige &#8222;Nebeldrachen&#8220;.\u00a0 Wir denken an &#8222;The Fog&#8220; an Nessi und ich weis nicht was. Langsam holt uns der Nebel ein, die ersten Fetzen ziehen in einiger Entfernung neben dem Schiff lang.<\/p>\n<p>Icjh lege Alan Parson auf. Tales of Mystery and Imagination. &#8222;A dream within a dream&#8220;. Fotos werden gemacht.<\/p>\n<p>Der Nebel \u00fcberrennt uns, aber ca. f\u00fcnfzig Meter ums Schiff bleibt alles frei.<\/p>\n<p>Keiner an Bord glaubt mehr an Zufall, zu unnat\u00fcrlich ist das Schauspiel, aber dennoch nicht be\u00e4ngstigend. Eher wie Feuerwerk in einer riesengro\u00dfen Kuppel. Alle staunen, rufen Ohhh und Ahhh, \u00fcberall Nebeldrachen, nein die sind nicht aus Nebel, darin sind sich alle einig, h\u00f6chstens Nebel\u00fcberzogen falls es das \u00fcberhaupt gibt.<\/p>\n<p>Keiner von uns hat jemals so etwas erlebt.<\/p>\n<p>Irgenwann l\u00f6\u00dft sich alles in einer dicken Nebelso\u00dfe auf. Eine Meile vor dem Hafen schalte ich das Radar ein und wir bergen Segel.<\/p>\n<p>Auf dem Radar ist nicht zu erkennen, als ob wir in einer Gummiezelle sitzen.<\/p>\n<p>Endlich taucht das gr\u00fcne Ansteuerungsfeuer an Backbord auf, kurz darauf die Mole an Steuerbord.<\/p>\n<p>Am \u00e4u\u00dfersten Molenende schon unten am Wasser stehen drei Menschen. Einer h\u00e4lt ein Mikro, so n Ding wie immer im Wetterbericht von Kachelmann wo immer der ganze Hund mit dran ist, raus aufs Wasser in unsere Richtung. Daneben ein Kameraman, das rote Aufnahmelicht leuchtet, dahinter ein dritter.<\/p>\n<p>Zuerst denken wir sie jagen Nessie, aber sie verfolgen uns.<\/p>\n<p>Es ist inzwischen Stockdunkel und es dauert einen Momment bis wir erkennen das am Schlengel kein Liegeplatz mehr frei ist.<\/p>\n<p>So gehen wir an einem Fischkutter l\u00e4ngsseits. Sofort ist unser Filmteam da und bittet an Bord kommen zu d\u00fcrfen. Alle ziehmlich bleich klettern sie an Bord.<\/p>\n<p>Es sind Franzosen vom Sender TF 1. Auf unsere verwunderte Frage was sie von uns wollen, erkl\u00e4ren sie, immer noch recht aufgew\u00fchlt,\u00a0 sie wollten nur den See in Abendstimmung Filmen als sie uns sahen, und erkannten das uns der Nebel einholen w\u00fcrde. Sie sahen wie uns dieser seltsame Nebel \u00fcberrannte und ihren Gesichtern war deutlich anzusehen, da\u00df sie nicht erwartet hatten uns je lebend zu sehen.<\/p>\n<p>Sie sahen die Drachen wie sie \u00fcber uns herfielen und uns einschlossen, danach waren wir f\u00fcr sie verschwunden.<\/p>\n<p>Als sie sich nach ein paar Miinuten davon \u00fcberzeugt hatten, da\u00df wir keine Geister sind, drehten sie noch ein Intervie \u00fcber unsere Eindr\u00fccke, Erlebnisse und Gef\u00fchle in dieser Wolke. Wir tauschten noch E-Mail Adressen aus und fragten nach dem woher und wohin. Wir werden den Ausstrahungstermin des Films per Mail erfahren, das Team ist noch f\u00fcnf Tage in Schottland unterwegs. Jedenfalls brennen wir alle darauf die Bilder zu sehen wie wir zwischen den Drachen verschwanden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich weis nicht was es mit diesem See auf sich hat, ich kenne viele sehr mystische Orte hier in &#8222;N\u00b4Alba&#8220;,&#8230; allein die Standing Stones, oder die Blowholes und einiges mehr, aber Loch Ness ist anders, irgendwie sch\u00e4rfer,&#8230;und auch dieser Gegensatz von Touristenstr\u00f6men tags durch die diese grenzenlosen Verlassenheit nachts noch viel st\u00e4rker ist.<\/p>\n<p>Es gibt hier viele alte Welten, vielleicht ist Loch Ness ein besonders g\u00fcnstiger Ort um in einige andere zu blicken&#8230;&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>10.06.07<\/p>\n<p>Fort Augustus<\/p>\n<p>W\u00e4hrend einem\u00a0 &#8222;Hafentag&#8220; in Fort Augustus sammeln wir Kr\u00e4fte f\u00fcr neue Abenteuer.<\/p>\n<p>Neben diversen Souvenirshops und dem Caledonian Canal Center, besuchen wir auch die wirklich sehr empfelenswerte Clansman Show im Clansman Center.<\/p>\n<p>Ein echter Highlander, Cailean, erkl\u00e4rt uns anschaulich, wie das Leben vor 1746, der letzten gro\u00dfen Schlacht der Schotten gegen die Engl\u00e4nder war.<\/p>\n<p>Elke und Benno werden w\u00e4hrend des Vortrags nach und nach zu einem echten Highlandpaar verwandelt, echt schick, sie w\u00fcrden in jeden Highlander Film passen.<\/p>\n<p>Ich frage nach Alister einem anderen Clansman und Cailean erz\u00e4hlt uns das er schon seit vier Tagen auf seiner \u00d6lpattform festh\u00e4ngt und noch immer sind 28 fl\u00fcge vor ihm dran. Schuld ist der dichte Nebel bei dem die Helicopter nicht fliegen k\u00f6nnen&#8230;.was hatten wir blos mit dem Wetter f\u00fcr ein Gl\u00fcck.<\/p>\n<p>Nachmittags erklimmen wir noch die f\u00fcnf Schleusen von Fort Augustus. Am Abend sind alle fr\u00fch in den Kojen..<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>11.06.07<\/p>\n<p>Invergarry \/ Kilfinnan Falls<\/p>\n<p>Der Caledonean Canal ist wie der G\u00f6ta Kanal kein &#8222;Kanal&#8220; wie man ihn sich vorstellt. 1814 gebaut ist er so mit der Landschaft verwachsen, da\u00df er wie eine nat\u00fcrliche Wasserstra\u00dfe wirkt. Auch die aus gro\u00dfen Steinquadern erbauten Schleusen wirken eher wie mit den Castles in einem Guss errichtet. So durchfahren wir die gro\u00dfartige Kulisse der Highlands bis uns eine letzte Schleuse in das Loch Oich entl\u00e4sst. Wir haben jetzt mit ca. 33 \u00fcber Meeresspiegel unseren &#8222;H\u00f6hepunkt&#8220; erreicht. Das loch ist als solches kaum zu erkennen, er ist so schmal und lang und mit so vielen Inseln gespickt, da\u00df er wie ein Flusslauf wirkt. Wir wollen Invergarry Castle besuchen, welches den Lesern des Keltischen Rings bestimmt noch bekannt ist. Dort traf Ulf zum ersten mal auf Mitglieder des Rings. Schon von weitem sehen wir die Ruine, doch irgendetwas stimmt nicht,&#8230;&#8230; auf der h\u00f6chsten Zinne weht die Totenkopfflagge?!<\/p>\n<p>Vermutlich haben sich die Engl\u00e4nder oder \u00e4hnliches Gesindel hier verschanzt. Aber sie rechnen wohl nicht mit uns. Es war auch kein Ausguck zu sehen, anscheinend sind sie sich iher Sache sehr sicher. Wir gehen sofort zwischen den B\u00e4umen in Deckung und man\u00f6vrieren Tordas dicht unter die Burg. Von hier aus k\u00f6nnen wir sie notfalls sehr gut unter Feuer nehmen. Kaum fest, stellen wir das Strumkomando zusammen. Elke, Benno und ich werden wir die Lage auskundschaften.<\/p>\n<p>Leise gehen wir an Land und schleichen uns durchs Dickicht zur Burg.<\/p>\n<p>Von der Landseite ist sie durch hohe Palisaden mit der Aufschrift &#8222;construction work! entry prohibited! gesch\u00fctzt. Unm\u00f6glich da unbemerkt durchzukommen! Allerdings erinnern wir uns vom Keltischen Ring, da\u00df es eine M\u00f6glichkeit von der Wasserseite gibt, direkt den Felsen hochzuklettern und von dort in die Festung zu gelangen.<\/p>\n<p>Also schleichen wir uns zur\u00fcck zum Ufer und schlagen uns durch das bis ans Wasser reichende Dornengestr\u00fcpp bis zu einer Stelle, an der die rund zehn Meter hohe bewachsene Felswand flie\u00dfend in die Festungsmauer \u00fcbergeht. Etwas rechts \u00fcber uns sehen wir einen der runden Eckt\u00fcrme. Etwa anderthalb Meter \u00fcber dem \u00dcbergang von Felswand zur Mauer befindet sich eine vielversprechende \u00d6ffnung.<\/p>\n<p>Benno klettert als erster los, ich folge ihm, rechts von uns versucht es Elke. Wir Schaffen es nur bis zur Mauer, weiter gehts nicht.<\/p>\n<p>Aber Elke hat mehr Erfolg. Sie hat eine Kletterroute bis zum Turm gefunden. Wir klettern zu ihr r\u00fcber und folgen ihr.<\/p>\n<p>Als wir den Turm erreichen trennen sich unsere Wege. Elke klettert nach links zum anderen Turm, Benno und ich ziehen uns in die \u00d6ffnung hoch und&#8230;..kaum zu glauben wir kommen rein.<\/p>\n<p>Vorsichtig sp\u00e4hen wir in den Turm, es ist niemand zu entdecken. Vorsichtig klettern wir ein Stockwerk h\u00f6her. Eine Diele f\u00fchrt uns quer durch den Turm zu einer \u00d6ffnung in die Burg. Leer! Niemand zu sehen.<\/p>\n<p>Wir scheinen zur richtigen Zeit gekommen zu sein. Die gesammte Burg ist von innen einger\u00fcstet, offentsichtlich versucht man sie zu verst\u00e4rken, um ihre Wehrkraft zu erh\u00f6hen. Das ist unsere Chance! Durch eine T\u00fcr auf der anderen Seite des Burginnenraumes k\u00f6nnen wir das Wachpersonal in einem Container beobachten wie es den Eingang kontolliert. Au\u00dfer Ihnen sind drau\u00dfen noch einige Bauarbeiter mit irgendwelchen Ausbesserungen besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>So schnell es geht schleichen wir uns eine Ger\u00fcstplattform nach der anderen ganz nach oben. Wir m\u00fcssen zur Totenkopfflagge.<\/p>\n<p>Ganz vorsichtig Schritt f\u00fcr Schritt, auf keine lose Diele treten, nichts darf knarren, kein Steinchen runterrieseln&#8230;.ganz sch\u00f6n anstrengend auf Zehenspitzen da hoch zu klettern&#8230;&#8230;aber wir schaffen es.<\/p>\n<p>Ich weis nicht wieviele Stockwerke es sind, aber als ich oben auf der Zinne angekommen bin ist es verdammt hoch.<\/p>\n<p>Benno beh\u00e4lt den Innenraum unter Kontrolle, ich klettere auf die oberste Mauer und muss aufrecht balanzieren um an die Stange mit der Flagge zu kommen.<\/p>\n<p>Mit beiden H\u00e4nden versuche ich sie aus ihrer Verankerung zu wuchten.<\/p>\n<p>Ich bin jetzt Meilenweit zu sehen&#8230;..wenn jetzt einer hier hochschaut ist alles vergebens&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.Schei\u00df schweres Mistding, blo\u00df nicht fallenlassen, blo\u00df nicht das Gleichgewicht verlieren&#8230;.aufgespie\u00dft von den Lanzen des Ger\u00fcstes&#8230;&#8230;..ekelhafte Vorstellung&#8230;.und jetzt ganz langsam Ablegen&#8230;&#8230;.grade als mich die Kraft verl\u00e4sst ber\u00fchrt sie den Boden. Fieberhaft knoten wir die Flagge los&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;. und nichts wie weg.<\/p>\n<p>Aber leise&#8230;.leeeiiise!&#8230;..<\/p>\n<p>Immer wieder rieseln kleine Kr\u00fcmel durchs Ger\u00fcst nach unten&#8230;.hoffentlich h\u00f6rts keiner&#8230;.Etage f\u00fcr Etage&#8230;&#8230;.man sind das viele&#8230;&#8230;.endlich unten&#8230;.Benno geht an der T\u00fcr vorbei und&#8230;..<\/p>\n<p>wird von einer Wache empfangen!<\/p>\n<p>Shit, ich stehe noch einen Meter hinter der Wand, k\u00f6nnte verschwinden, aber Benno hat die Flagge&#8230;.blitzschnell trete ich in die T\u00fcr, um die Wache abzulenken und&#8230;..ja!!! Benno schafft es den Rest der Flagge unters Hemd zu schieben. Er sieht so leicht unf\u00f6rmig und \u00fcbergewichtig aus aber ich texte die Wache voll&#8230;. Benno geht vor mir die Wache hinter uns.<\/p>\n<p>Endlose Sekunden verstreichen bis wir zu T\u00fcr hinaus komplimentiert werden. Die Wachen sind stocksauer, aber was sollen sie tun? Zugeben das sie geschlafen gaben?? Ist auch doof, oder??? Also schnell weg und schwamm dr\u00fcber. Gaaaannnz langsam trollen wir und in die falsche Richtung&#8230;..gaaanz ruhig bleiben&#8230;nicht nervous werden.<\/p>\n<p>Sobald wir au\u00dfer Sicht sind rennen wir zum Ufer und suchen Elke&#8230;.sie hat alles aus einem sicheren Versteck beobachtet, bereit zu einem Ablenkungsman\u00f6ver falls was schief geht.<\/p>\n<p>Wir rennen zum Schiff jetzt nix wie weg&#8230;&#8230;..ohhh nooo, H ist verschwunden&#8230;&#8230;..endlose, wirklich endlose Minuten vergehen, da taucht er endlich auf&#8230;..leinen &#8212;- sind schon los, ich knote schnell noch eine alte Nationale an eine Stange und&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.Sieg auf der ganzen Linie!<\/p>\n<p>Wir haben die Flagge der Festung erfolgreich nieder geholt!<\/p>\n<p>Wir breiten sie aus und sehen oben auf der Burg drei fassungslose Gestalten stehen.<\/p>\n<p>Besser k\u00f6nnte unsere Stimmung nicht sein!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zwei Stunden sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Tordas liegt friedlich an den Laggan Locks, als drau\u00dfen ein wirklich bestens gelaunter Kerl nach dem Typ im Schiff fragt der seine Flagge h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Schnell wickle ich die schon bereitgestellte halbe Flasche Whiskey in die Flagge, gehe raus und wir tauschen die Flaggen.<\/p>\n<p>Er bekommt seine Piratenflagge wieder, wir unsere alte Nationale, mit der wir immerhin schon im Packeis unterwegs waren.<\/p>\n<p>Wir lachen uns von herzen an, er packt meine Hand dr\u00fcckt sie und man merkt da\u00df auch er es f\u00fcr einen wirklich gelungenen Streich h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Ich liebe Schottland, und die Highlander!!!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach unserer Burgst\u00fcrmung machen wir noch einen Ausflug zum Kilfinnan Wasserfall.<\/p>\n<p>Es ist eine ganz sch\u00f6ne kletterei das Tal hinauf, schwei\u00dftreibend und das zieht die ber\u00fchmt ber\u00fcchtigten Midgies an.<\/p>\n<p>Die gehen uns ganz sch\u00f6n auf die Nerven. Irgendwann k\u00f6nnen wir nur noch im Flussbett laufen, die Schlucht ist zu steil geworden um am Hang zu gehen.<\/p>\n<p>Wir wollen unten an den Wasserfall, um zu&#8230;.na ja, ich sag mal &#8222;duschen&#8220; trifft es wohl am ehesten&#8230;.<\/p>\n<p>Jetzt s\u00e4umen Felsw\u00e4nde zu beiden Seiten unseren Bach, aber wir k\u00f6nnen den Fall schon h\u00f6ren und da schimmert es auch schon weis zwischen den B\u00e4umen durch.<\/p>\n<p>Als wir unten vor dem Kreisrunden Becken stehen staunen wir nicht schlecht. Aus ungef\u00e4hr dreisig Metern h\u00f6he st\u00fcrzt der Bach in freiem Fall runter.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die anderen Fotos schie\u00dfen zieh ich mich aus und halt schon mal den Fu\u00df rein, das Wasser ist \u00fcberraschend warm, zehn, zw\u00f6lf grad sind es bestimmt.<\/p>\n<p>Ja, ja ich weis, saukalt, aber f\u00fcr einen Wasserfall dessen Wasser direkt aus den Munros kommt find ich\u00b4s eben warm. H\u00e4tten auch nur 6 Grad sein k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>Wahrscheinlich hat die Sonne die den ganzen Tag auf die Berge geknallt hat, die H\u00e4nge und das Wasser erw\u00e4rmt, sehr windig war es heute nicht.<\/p>\n<p>Also jedenfalls spring ich rein und tauche unter, sagenhaft tief ist es hier&#8230;.ich schwimme bis an den Wasserfall und lass mich fotografieren.<\/p>\n<p>Als ich wieder drau\u00dfen bin sind die anderen auch schon Sprungbereit und wir drehen noch ne Runde, dann geh ich raus und mach auch Bilder von ihnen.<\/p>\n<p>Ein wirklich echt supergeiles Nachmittagsbad!<\/p>\n<p>Wir versuchen noch oben an den Wasserfall zu kommen, nach reichlich kletterei sind wirf auch deutlich h\u00f6her am Berg, aber an die Kante kommen wir nicht ran, k\u00f6nnen nur von weitem mit dem Fernglas von oben schauen. Egal unten war\u00b4s eh viel besser&#8230;.wir gehen zur\u00fcck zum Schiff und machen noch ein bisschen &#8222;Partie&#8220;&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>12.06.07<\/p>\n<p>Meall Na Teanga<\/p>\n<p>Morgens kommt der Schleusenw\u00e4rter an, will wissen ob wir runter wollen und meint nach 21:00 Uhr sei schluss mit lustig, man h\u00e4tte unsere Musik noch meilenweit geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Waren bestimmt die Ferieng\u00e4ste in den Schappih\u00fctten unten am See. Bestimmt Engl\u00e4nder oder sowas, passt hier sowiso nicht in die Landschaft, is wohl eher f\u00fcr die Alpen designt worden. Na ja wir wollen jedenfalls unseren ersten Munro ( Berg \u00fcber 3000 Fu\u00df H\u00f6he, es gibt hier \u00fcber 280 zwischen 1344 und 915 Meter ) besteigen.<\/p>\n<p>Wasserflasche, Fernglas, Karte, Messer, Kekse, Regenhut, Flie\u00dfpulli, Kamera, Rescuecape, Kompass, alles wandert in die Rucks\u00e4cke. Schnell noch\u00a0 einen Becher Caffee und zwei Brote runterw\u00fcrgen und dann gehts los.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich mit Einr\u00e4dern! Erst mal geht es nehmlich so f\u00fcnf sechs Kilometer Loch Lochy entlang, bis zu den Ruinen von Glas D\u00f3ire.<\/p>\n<p>Der gleichnamige Fluss, na ja sagen wir lieber Bach dazu, kommt aus dem Tal zwischen den beiden Munros hier am See und hat aus den Ger\u00f6llmassen die er aus dem Tal wusch ein kleines &#8222;M\u00fcndungsdelta&#8220; in den See gepl\u00fclt. Dort, im dichten, mit Dornengestr\u00fcpp gespickten, Wald finden wir nach einiger Suche die Ruinen. Nicht sehr spektakul\u00e4r aber, &#8212; es soll hier definitiv spuken!<\/p>\n<p>Und genau das ist der Grund f\u00fcr die Einr\u00e4der. Gespenster, Geister, D\u00e4monen, jedenfalls alle unsympatischen Gestalten meiden Einr\u00e4der!!!<\/p>\n<p>In der gesamten Mytologie ist noch niemals ein Halbwesen in der unmittelbaren N\u00e4he von Einr\u00e4dern gesichtet worden!!!<\/p>\n<p>Und auch ich selbst habe noch nie als ich auf dem Einrad unterwegs war, eine Spukgestalt getroffen.<\/p>\n<p>Also wie gesagt viel zu sehen gibts nicht, kein Wunder dank der Einr\u00e4der, aber wir findens nett.<\/p>\n<p>Da wir die Einr\u00e4der auf demm weiteren Weg nicht mehr brauchen h\u00e4ngen wir sie an eine Esche und eines legen wir unter einen Haselnusstrauch. Das sollte so OK. sein f\u00fcr die Geister.<\/p>\n<p>Jetzt m\u00fcssen wir uns erst mal Hangaufwerts durch\u00b4s Unterholz qu\u00e4len, um auf unseren Weg zu treffen, Glas D\u00f3ire war schlie\u00dflich ein Umweg gewesen.<\/p>\n<p>Wir kommen nur 50 Meter von unserem Abzweig aus dem Wald gekrochen&#8230;.gar nicht so schlecht&#8230;<\/p>\n<p>Nach einer kleinen Rast und einem Startkeks geht\u00b4s los, immer nur in eine Richtung, bergauf. 917 H\u00f6henmeter liegen vor uns.<\/p>\n<p>Die ersten f\u00fcnfhundert davon durch das Glas D\u00f3ire Tal. Zur rechten erhebt sich ein immer steiler werdender Hang der hoch oben in Felsw\u00e4nde \u00fcbergeht.<\/p>\n<p>Wie \u00fcber einen Wasserfall str\u00f6men unaufh\u00f6rlich Wolken von oben herab, sie l\u00f6sen sich aber auf halber Strecke zu uns auf, meistens gehen wir in der Sonne.<\/p>\n<p>Oben am Sattel sehe ich zum ersten mal eine wirkliche Wasserscheide. Ohne die geringste unterbrechung flie\u00dft das Wasser zu beiden Seiten ins Tal. Ein Fisch kann m\u00fchelos \u00fcber den Berg Schwimmen. Dies ist um so erstaunlicher da kein seitlicher Zuflu\u00df da ist, das Wasser sikert einfach so aus dem Boden.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite sieht man in die endlosen Highlands. Hier kann man tagelang laufen ohne auf ein Haus oder eine Strasse zu treffen.<\/p>\n<p>Die Highlands werden sehr oft untersch\u00e4tzt. Cailean der auch bei der Mountain Rescue arbeitet, hat uns erz\u00e4hlt, da\u00df diesen Winter dreizehn Menschen erfroren sind, weil es zu mild war, &#8212; unten im Tal. Zwei junge erfahrene M\u00e4nner sind im Dezember nur zwanzig fu\u00dfminuten vom Auto weg erfroren. Blizzard! Die hohen Windgeschwindigkeiten machen eine Fortbewegung unm\u00f6glich. Wir haben es im Dezember selbst erlebt, als wir auf den Ben Hope gestiegen sind. unten vielleicht 10 Grad, so bei 600 &#8211; 700 Metern H\u00f6he eine Sprungschicht nach der es vielleicht -2 bis -3 Grad kalt ist, und so rund 50 Knoten Wind in den aus wirklich allen Richtungen kommenden B\u00f6en.Trotz Skis\u00f6cken hat es uns mehrmals von den Beinen geweht, &#8230;und dann rutscht man erst mal ein paar Meter bevor man wieder halt findet.<\/p>\n<p>In den Zehn Tagen in denen wir hier waren hat es an drei Tagen 110 bis 120 Knoten Wind an der K\u00fcste und \u00fcber 500 Metern H\u00f6he, hier keine Seltenheit.<\/p>\n<p>Allein der Ben Nevis, den zwar viele tausend Menschen pro Jahr besteigen, weil er der h\u00f6chste Berg im UK ist, weist statistisch sieben Todesf\u00e4lle pro Jahr auf.<\/p>\n<p>Die meisten st\u00fcrzen beim Abstieg im Nebel \u00fcber die Klippen die das Hochplateau s\u00e4umen. H\u00f6rt sich komisch an, aber wer hier schon mal Nebel erlebt hat weis wie schnell das geht. Und Nebel gibts hier reichlich.<\/p>\n<p>Was sich noch seltsam anh\u00f6rt ist, da\u00df j\u00e4hrlich rund dreisig Menschen in den Highlands durch Hirsche get\u00f6tet werden, allerdings sind bei allen Unf\u00e4llen Hunde mit dabei gewesen. Es gibt auch reichlich Wild hier, und Hirsche sind eben die K\u00f6nige die ihr Rudel vor W\u00f6lfen besch\u00fctzen, tja und die B\u00e4ume haben die Engl\u00e4nder abgeholzt und auf freiem Feld ist schon klar wer da den K\u00fcrzeren zieht&#8230;&#8230;..<\/p>\n<p>Wir sind jedenfalls gut ausger\u00fcstet, denn wei\u00dfe Flecken an den Munros zeigen, da\u00df es hier auch im Sommer jederzeit Blizzards geben kann!<\/p>\n<p>Wir winden uns in kleinen Serpentinen den Hang vor uns hoch. Es w\u00e4chst zwar Gras, aber der Hang ist so Steil das jedes Steinchen bis ins Tal rollt, und genau das w\u00fcrde mit uns auch geschehen wenn wir fallen.<\/p>\n<p>Und wie das immer so ist wenn mann einen Berg erklimmt, nachdem man den vermeindlichen Gipfel erreicht hat sieht man das der richtige erst der n\u00e4chste,&#8230;. und der n\u00e4chste,&#8230; und der&#8230;nein jetzt laufen wir auf einem Grad, links steile felsige Abh\u00e4nge rechts ein nicht weniger steiler gr\u00fcner Hang, aber der Grad wird immer flacher und breiter, ein gutes Zeichen.<\/p>\n<p>Aber es dauert noch eine ganze Weile bis das Cairn,\u00a0 eine Steinpyramide die hierzulande so ne Art Gipfelkreuz darstellt, in Sicht kommt.<\/p>\n<p>Elke und Benno rennen los! Auf halben Weg \u00fcberholt Benno Elke aber beide schaffen nicht mehr zu rennen. Das ist meine Chance. So leise wie m\u00f6glich laufe ich los und als ich sie\u00a0 erreicht hab renne ich, ja, ja, ja, Jippie erster!!!<\/p>\n<p>Ersch\u00f6pft legen wir uns ins moosige Gras, essen ein paar Kekse und trinken dazu ordentlich Quellwasser.<\/p>\n<p>Durch lose Wolkenschleier schauen wir zum Loch Lochy und ins Great Glenn, ich lege mich zur\u00fcck und schaue in den grauen Himmel.<\/p>\n<p>Es gibt hier ganz in der N\u00e4he eine Anh\u00f6he, deren Gipfel immer in dichten Wolken steckt. Seine H\u00f6he ist in keiner Karte verzeichnet, \u00fcberhaupt findet man dort nur wage Andeutungen \u00fcber seine Ausma\u00dfe und Form. Es gibt keinen Weg der zu ihm f\u00fchrt, geschweige denn hinauf.<\/p>\n<p>Dennoch erz\u00e4hlt man sich, ab und zu gehe jemand dort hinauf und k\u00e4me nie wieder herunter, aber daf\u00fcr k\u00e4me manchmal jemand dort herunter der niemals hinaufstieg.<\/p>\n<p>Der Aufstieg f\u00fchrt \u00fcber ewig lange, flache, Wollgrass\u00fcmpfe. Es ist nass und kalt vom Nebel und beschwerlich weil man bei jedem Schritt bis zu den Kn\u00f6cheln einsinkt und von Midgies aufgefressen wird. Sie gehen in Heideh\u00e4nge die bis zu den H\u00fcften reichen und unten nur aus Fusangeln bestehen \u00fcber.<\/p>\n<p>Je h\u00f6her man kommt desto steiler wird es, lange nasse glitschige Grassh\u00e4nge lassen einen kaum vorwerts kommen. Dann folgen Hochmoore, die wie labyrinthe ohne Mauern sind. Lange Ger\u00f6llfelder, teils mit kleinen runden Kieseln die sich \u00e4hnlich gut wie Sandd\u00fchnen ersteigen lassen, teil mit riesigen Quadern die alle einzeln zu besteigen sind, um auf der R\u00fcckseite wieder nach unten zu springen und dort vor dem n\u00e4chsten zu stehen.<\/p>\n<p>\u00dcber einem scheint sich der Berg in den niedrigen Wolken zu spiegeln, als ob ein auf dem kopf stehender Berg \u00fcber einem hing.<\/p>\n<p>Endlich findet man einen nassen rutschigen aber festen Weg, der immer steiler zu werden scheint, jedoch ohne M\u00fche zu bew\u00e4ltigen ist. Eine zeit lang hat man den Eindruck man w\u00fcrde wie eine Fliege die Wand hochlaufen&#8230;.irgenndwie verliert man v\u00f6llig das gef\u00fchl f\u00fcr oben und unten&#8230;..sp\u00e4ter denkt man sogar man w\u00fcrde \u00fcberkopf auf dem Weg haften, aber nach ein paar Stunden dreht sich wieder alles um und man geht ganz normal&#8230;&#8230;..bergab???<\/p>\n<p>Ohne je einen Gipfel oder eine Anh\u00f6he erreicht zu haben geht es den gleichen Weg zur\u00fcck. Die Ger\u00f6llfelder, die Hochmoore, steile Grash\u00e4nge, Heide, die Wollgrass\u00fcmpfe.<\/p>\n<p>Aber wenn man unten angekommen ist, stellt man bald fest das etwas nicht stimmt.<\/p>\n<p>In Glas D\u00f3ire merk man, da\u00df dies hier eine andere Welt, eine andere Zeit, als zu der man aufbrach ist.<\/p>\n<p>Aber nie wirst du zur\u00fcck in deine Welt kommen es sei denn du gehst exakt bis auf jeden Schritt dengleichen Weg zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Denn jeder Weg f\u00fchrt in eine andere Zeit, eine andere Welt&#8230;.und es gibt unendlich viele Wege durch die Wollgrass\u00fcmpfe, Heide, Gr\u00e4sh\u00e4nge, Hochmoore und Ger\u00f6llfelder&#8230;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Auf wir wollen los&#8220;, werde ich geweckt. Es ist pl\u00f6tzlich kalt nass und pottendichter Nebel zieht an uns vorbei. Schnell weg hier!<\/p>\n<p>Ich bin mir sicher, da\u00df wir bestimmt doppelt solange absteigen wie wir hochgestiegen sind.<\/p>\n<p>Irgenwann haben wir\u00b4s endlich geschaft. Vor uns h\u00e4gen die Einr\u00e4der im Baum. Wir sind in der richtigen Zeit am richtigen Ort!<\/p>\n<p>Wir machen noch einen kurzen Abstecher zum Strand bevor wir mit ziehmlich wackligen Knieen nach Schiffe radeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit der letzten Schleusung kommen wir nach unten ins Loch Lochy, die erste Schleuse abwerts.<\/p>\n<p>Eine steife Briese weht uns mit bis zu neuneinhalb Knoten ans andere Seeende, Gairlochy. Zum ersten mal seit langem regnet es etwas.<\/p>\n<p>Ein leckeres Chili s\u00e4ttigt uns\u00a0 bis zum Umfallen und genau das machen wir dann auch.<\/p>\n<p>Gute Nacht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>13.06.07<\/p>\n<p>Fort Williams<\/p>\n<p>Noch vor dem Fr\u00fchst\u00fcck geht\u00b4s zwei Schleusen runter, und durch zauberhafte Landschaft bis zum obersten Stufe von Neptun Staircase. So wird die l\u00e4ngste Schleusentreppe der Welt genannt. Acht Schleusenkammern hintereinander gibt es nur hier. Der H\u00f6henunterschied betr\u00e4gt gut \u00fcber zwanzig Meter, Ok, nicht wirklich ein Rekord aber f\u00fcrs Baujahr 1814 doch ganz gut, oder?<\/p>\n<p>Wir Satteln die Einr\u00e4der und ab gehts ins etwa drei Meilen entfernte Fort Williams.<\/p>\n<p>Das sch\u00f6ne Inverlochy Castle liegt auf dem Weg. Wir klettern etwas in der Ruine rum bevor die Shopping Tour startet.<\/p>\n<p>F\u00fcr Benno ein Kilt, f\u00fcr Elke eine Windjacke und f\u00fcr mich ein Flachmann f\u00fcr den kleinen Schluck unterwegs.<\/p>\n<p>Zum Schluss bunkern wir noch reichlich Lebensmittel und fahren wegen der Schlepperei mit dem Bus zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Der abendliche Besuch im Pup f\u00e4llt sehr kurz aus, hier machen sie bis um elf die Schotten dicht, das erste mal auf unserer Reise.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>14.06.07<\/p>\n<p>Stalker Castle<\/p>\n<p>Durch die Schleusentreppe braucht man im schnitt eineinhalb Stunden, dann kommen noch eine Meile Kanal und die drei Schleusen von Corpach Sealock, dauert noch mal ne dreiviertel Stunde. Von 10:00 bis 14:00 kann wegen Niedrigwasser im Sealock nicht geschleust werden, die Wassertiefe in der Ausfahrt w\u00fcrde zu gering sein. Ab 12:00 laufen in einer Engstelle im Loch Linne bis zu 5 Kts Strom gegenan. Tja und die Schleusenw\u00e4rter fangen um Acht an.<\/p>\n<p>Bevor ihr jetzt rechnet,&#8230;..es passt nicht!<\/p>\n<p>Aber wir schaffen es!<\/p>\n<p>Um 07:55 ablegen.<\/p>\n<p>08:00 in der ersten Schleuse fest, Tor schlie\u00dft.<\/p>\n<p>09:00 letzte Schleusung beendet, Eisenbahnbr\u00fccke ist schon auf, aber die Strassenbr\u00fccke&#8230;geht und geht nicht auf..<\/p>\n<p>09:10 Endlich Br\u00fccke auf, Tor geht auf und Hebeln auf den Tisch.<\/p>\n<p>09:25 ein fast zu Schwungvoller Anleger von mir im ersten Corpach Lock, der Schleusenw\u00e4rter sagt uns noch kanns klappen&#8230;<\/p>\n<p>09:50 Corpach Sealock fest.<\/p>\n<p>10:05 Die beiden Schleusenw\u00e4rter loten nochmal die Wassertiefe, es geht noch..<\/p>\n<p>10:10 Das Tor geht auf, wir schwimmen wieder im Meer, genauergesagt im Loch Linne einem langen Meeresarm der wie ein Fjord tief ins Hochland eindringt.<\/p>\n<p>10:20 Aufschiesser im Fahtwaser,Grossegel setzten, nein h\u00e4ngt hinter der Dirk, nochmal ein St\u00fcck runter und wieder hoch ja, ja, noch eine Umdrehung mit de Winsch und&#8230;festgefahren!<\/p>\n<p>Schhei\u00df \u00b4n Dreck \u00b4n Mist und das Wasser l\u00e4uft ab&#8230;R\u00fcckwerts, drehen, Wind ins Grossegel, schnell Fock setzen vorwerts, rumeiern und&#8230;&#8230;..frei!!!<\/p>\n<p>Uff das ist grade nochmal gutgegangen, das w\u00e4rs jetzt gewesen, sch\u00f6n f\u00fcnf Stunden auf der Sandbank bis das Wasser wieder da ist, und das wo alles so gut lief,<\/p>\n<p>grade nochmal&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>10.40 Alle Segel gesetzt,&#8230;..und Wind weg. wie das immer so ist.<\/p>\n<p>Nach und nach kommt der Wind wieder, teilweise segeln wir mit 9,4 Knoten. Abe wenns am sch\u00f6nsten ist&#8230;..soll man bleiben und sich genau umschauen.<\/p>\n<p>Also, die Lappen runter und den Anker auch. Warum??? Na genau gegen\u00fcber liegt Stalker Castle. Diese eine kleine, auf einer Insel, kaum gr\u00f6\u00dfer als es selbst. Ja genau das aus der Schlu\u00dfszene von Ritter der Kokosnus.<\/p>\n<p>Allein wir kommen noch nicht hin, zu wenig Wasser! Bei Niedrigwasser ist Stalker Castler nur von h\u00fcfttiefen &#8222;Pf\u00fctzen&#8220; umgeben, so machen wir erst noch einen Ausflug zur Insel gegen\u00fcber auf der ne Ruine zu erkunden ist, bis die Flut genug Wasser in die Bucht getrieben hat&#8230;.<\/p>\n<p>Eine Runde, noch ne Runde, wie die Japaner umkreisen wir mit Fotoapperaten bewaffnet Stalker Castle. Ist aber auch wirklich fotogen&#8230;.<\/p>\n<p>Als wir endlich gelandet\u00a0 sind und wir direkt vor den hohen Mauern stehen scheint es gar nicht mehr so klein&#8230;.unwillk\u00fcrlich muss ich immer wieder nach oben schauen, ich suche die Zinnen nach wild fluchenden Franzosen ab&#8230;..ob ich will oder nicht. Den anderen gehts genau so&#8230;.der klang der Fl\u00fcche liegt uns in den Ohren&#8230;..<\/p>\n<p>Nachdem alle genug in ihren Erinnerungen geschwelgt sind, werfen wir noch ein paar sehns\u00fcchtige Blicke zur\u00fcck, als wir zum Schiff motoren.<\/p>\n<p>Anker auf und weiter gehts mit super Segelwind nach Kerrera&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>15.06.07<\/p>\n<p>Kerrera<\/p>\n<p>Kommt euch der Name irgendwie bekannt vor? Ja sicher kommt er euch bekannt vor. Ihr habt von der Insel und den Ereignissen die sich\u00a0 im Februar 1991 dort zutrugen alle schon gelesen!<\/p>\n<p>Es waren Ulf, Torben und Marry deren Abenteuer ihr Finale fanden&#8230;&#8230;..na d\u00e4mmerts??? Richtig, der keltische Ring!<\/p>\n<p>Das fantastische an diesem Buch ist, da\u00df wirklich alles was darin beschrieben wird, auch genau so dort vorzufinden ist.<\/p>\n<p>Wir ankern also dort wo die Rustika lag.<\/p>\n<p>Morgens machen wir uns auf den weg nach Gylen Castle, wegen der Einr\u00e4der m\u00fcssen wir zweimal mit dem Beiboot fahren.<\/p>\n<p>Tja was gibt es zu berichten, hhmmm??? Also den &#8222;Ring&#8220; habt ihr ja alle schon dreimal gelesen, dort steht eigendlich alles drin&#8230;.au\u00dfer, jadas ist wirklich berichtenswert:<\/p>\n<p>Also Gylan Castle und Umgebung sind mit den steilen Grash\u00fcgeln, die von den Schafen im Zustand eines englischen Rasens gehalten werden, und den kleinen Steinklippen ein absolut supergeiles Einrad Performance Areal! Wow!!!<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg kaufen wir noch ein paar Glas &#8222;Marmelade&#8220; im krassesten Shop den ich je gesehen habe: Ein alter Pferdeh\u00e4nger, sch\u00f6n blau angemalt, ein paar Regale drin, an die Wand geschraubt, mit selbstgemachten Marmeladen, Kompotten, mixed Pickels und Schmuck vollgestellt, preisliste an der Wand und Einwurfkasse auf dem Boden. So einfach gehts! Schmeckt jedenfalls klasse, die Sachen!<\/p>\n<p>Abends verholen wir eine Meile auf dei andere Seite des Kerrera Soundes, nach Oban.<\/p>\n<p>Der Hafen ist wie immer gut gef\u00fcllt. Nachdem wir eine Hafenrunde gedreht haben, ruft uns ein Fischer an. Wir erkl\u00e4ren ihm das wir einen Liegeplatz suchen, er ruft daraufhin \u00fcber Handy die Hafenmeisterin, die nat\u00fcrlich lange Feierabend hat, zu Hause an. Nach zwei Minuten erkl\u00e4rt er uns wir sollen uns an das P\u00e4ckchen der vier Fischerboote hinter Ihm legen&#8230;&#8230;eigendlich total normal in Schottland,- und nicht nur hier, aber in Deutschland undenkbar&#8230;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>16.06.07<\/p>\n<p>Oban<\/p>\n<p>Gestern abend haben wir in einigen Pubs mit reichlich Beer den Abschied von H. gefeiert. Er verl\u00e4sst uns heute, Frau und Job rufen&#8230;.<\/p>\n<p>Wir machen nach dem Fr\u00fchst\u00fcck die Stadt unsicher. Oban ist mit seinen 8000 Einwohnern das &#8222;Zentrum&#8220; der Nordwestk\u00fcste.<\/p>\n<p>Es gibt reichlich Shops, grade auch f\u00fcr uns Touries und wir klappern sie alle ab. Benno und ich stielecht im Kilt.<\/p>\n<p>Mittags gibts Chips mit Salt &amp; Vinager. Auf den Besuch der \u00f6rtlichen Destille verzichten wir aus Zeitgr\u00fcnden, obwohl so ein Besuch ja immer lohnend ist, schon ohne die ber\u00fchmte Abschlussverkostung ist man durch den hohen alkoholgehalt der Luft ohnehin schon recht angedudelt und interessant ist es nat\u00fcrlich auch&#8230;.obwohl Oban nicht my fafourite ist&#8230;<\/p>\n<p>Daf\u00fcr radeln wir noch hinauf ins Colloseum. Ja richtig <u>C O L L O S E U M !<\/u> MacGraig, amerikanischer Bauunternehmer schottischer Abstammung lies hier 18hundertschlagmichtot das r\u00f6mische Colloseum im Ma\u00dfstab 1:3 nachbauen. Ist aber nie fertig geworden weil er vorher starb und seine Erben die Idee nich sooo gut fanden und deshalb die Arbeiten eingestellt wurden.<\/p>\n<p>Um 16:00 ist es soweit, wir bringen H. zum Bahnhof, als er im Zug sitzt z\u00fccken wir Tempotaschent\u00fccher und winken&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>Auf dem Weg zum Schiff betelle ich noch tausend Liter Diesel. Als ich vom Hafenmeister komme dauert es noch f\u00fcnf Minuten, dann iist der Tankwagen da.<\/p>\n<p>Es wird ne ziehmliche Schinderei den dicken Schlauch \u00fcber die vier Fischerboote zu schleppen, aber wenn alle anpacken gehts ganz gut.<\/p>\n<p>Nach einer viertel Stunde ist der Diesel im Tank. Zehn Minuten sp\u00e4ter ist alles zum Auslaufen klar. Wir schneiden in See ( h\u00f6rt sich besser an als &#8222;stechen&#8220;, oder? doch nicht? egal&#8230;)<\/p>\n<p>Noch im Hafen gehen die Lappen hoch. Draussen im Loch Linne erwarten uns gute 6 Beaufort aus Nordost. Mit halbem Wind und Fast neun Knoten rauschen wir dem Sound of Mull entgegen. Ein zwei Meilen vor uns segelt eine andere Ketsch gleicher gr\u00f6\u00dfe unter Fock und Besan. Als wir die Races am Eingang zum Sund erreicht haben liegen wir gleichauf.<\/p>\n<p>Ahhh ja, was will uns der Dichter damit sagen? Also Aufgrund der starken Gezeitenstr\u00f6mungen entstehen hier Stromwirbel, Eddies genannt, Stromschnellen, \u00e4hnlich wie auf Fl\u00fcssen, Races genannt und Stehende brechende Wellen, deren gr\u00f6\u00dfe nur zum Teil vom Seegang abh\u00e4ngt, sogenannte Overfalls und heavy Overfalls.<\/p>\n<p>Je nach \u00f6rtlichen Gegebenheiten und Wind und Wetter k\u00f6nnen die Auswirkungen betr\u00e4chtlich sein. Es gibt Eddies vor deren befahren gewarnt wird, weil schon Schiffe hineingezogen wurden und sanken&#8230;.Races in denen man queerschl\u00e4gt, weil durch die hohe Geschwindigkeitszunahme des Stromes die Ruderwirkung verlorengeht, das Schiff wird sozusagen vom Wasser \u00fcberholt. Und Overfalls vor denen Zitat &#8222;auch Schiffe \u00fcber 80.000 Tonnen&#8220; gewarnt werden. F\u00fcr kleinere Schiffe besteht immer das Risiko zu sinken, weil durch die viele Luft, die durch die Overfalls ins Wasser gepumpt wird, die Dichte drastisch abnimmt, sodass das Schiff viel tiefer im Wasser liegt. Das Deck steht ohnehin von der allseits brechenden See unter Wasser, man verliert jede Orientierung \u00fcberall ist Wasser.<\/p>\n<p>Zur richtigen Zeit mit dem richtigen Wetter sind all diese Stellen harmlos&#8230;aber manchmal reicht schon eine viertel Stunde und aus ruhiger See entsteht ein Inferno&#8230;.<\/p>\n<p>Ja und gleichauf liegen bedeutet, da\u00df man den anderen eingeholt hat und sozusagen nebeneinander segelt.<\/p>\n<p>Also wir erreichen die Races zu der Zeit an der sie am geringsten sind, dennoch wird nass, einige der &#8222;Tratschwellen&#8220; finden den Weg an Deck.<\/p>\n<p>Locker ziehen wir am anderen vorbei und&#8230;&#8230;.dann ist der Wind weg! Der Wind vom Loch Linne schafft den Weg in den Sound nicht&#8230;schade.<\/p>\n<p>Lappen einsammeln, Maschine an und noch zwei Stunden tapfer motort, dann ist Portree\u00a0 erreicht.<\/p>\n<p>Die Gemini\u00a0 Storm, ein Motorboot baugleich mit den hiesigen Seenotrettungskreutzern, mach f\u00fcr uns die Quai frei und geht anschliessend wieder bei uns l\u00e4ngsseits.<\/p>\n<p>Auch v\u00f6llig normal hier&#8230;nicht nur hier, aber nicht&#8230;&#8230;&#8230; na ja deshalb segeln wir ja auch so gern an fremde K\u00fcsten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>17.06.07<\/p>\n<p>Tobermorry \/ Canna<\/p>\n<p>Tobermorry einer der sch\u00f6nsten St\u00e4dte der Westk\u00fcste. Na ja Stadt ist mit Sicherheit \u00fcbertrieben, aber immerhin ist Sie der Hauptort der Insel Mull. Liegt man in der gesch\u00fctzen Bucht vor Tobermorry, stechen einem sofort die knallbunten H\u00e4user ins Auge. Leuchtgelb, Neonrosa, blau, rot, rotgelb gestreift, gr\u00fcn, violetlila, in allen Farben<\/p>\n<p>schillert die Uferpromenade. Die H\u00e4user sehen aus als ob sie im dunkeln leuchten w\u00fcrden&#8230;muss glaub ich mal im Winter her um nachzuschauen, jetzt wird\u00b4s nachts nicht wirklich dunkel.<\/p>\n<p>Die Schotten haben sonst eine gro\u00dfe Vorliebe f\u00fcr grau, damit meine ich nicht etwa verschiedene Graut\u00f6ne, nein alle scheinen dieses eine, dieses Spritzbetongrau zu lieben. Vielleicht wollen sie sich auch nur im Nebel besser tarnen&#8230;na jedenfalls hier sind die bunten H\u00e4user der Knaller schlechthin, in einem schwedischen K\u00fcstenort w\u00fcrden sie bestimmt nicht auffallen.<\/p>\n<p>Am linken Ende der Bucht steht dann noch malerisch die \u00f6rtliche Destille, sieht sch\u00f6n aus, des Stoff schmeckt aber eher wie Korn, nicht nach Whisky&#8230;<\/p>\n<p>Hinter der Uferpromenade kommt ein Steilhang und \u00fcber der Bucht liegt dann die eigendliche Ortschaft.<\/p>\n<p>Mit bunten Sonnenbrillen und bunten Einr\u00e4dern durch die bunte Einkaufsmeile, ein paar Postkarten, einige Rollen der\u00a0 begehrten &#8222;Ginger Nuts&#8220; zu deutsch Ingwerkeckse und Oliven sind die Beute.<\/p>\n<p>Um dei Mittagszeit machen wir uns auf den Weg nach Canna, eine kleine langgezogene Insel S\u00fcdwestlich von Skye.<\/p>\n<p>Leider weht kein Wind, wir m\u00fcssen motoren. Aber die Flaute hat auch gute Seiten. Wir fahren dicht unter der Westk\u00fcste von Rum, einer Insel die fast ausschlieslich aus hohen Bergen besteht und spektakul\u00e4re Cliffs hat, entlang.\u00a0 Die See ist ruhig und so stoppe ich das Schiff, das Dingi wird klargemacht und ein Expeditionsteam macht sich daran die gro\u00dfen H\u00f6hlen die das Meer in die Cliffs gefressen hat zu erkunden.<\/p>\n<p>Ich bleibe allein an Bord zur\u00fcck. Ein paar Minuten sp\u00e4ter ist das Schlauchboot in der erst H\u00f6hle verschwunden.<\/p>\n<p>Stille&#8230;.das Schiff schaukelt sanft vor den fast zweihundert Meter hohen Klippen&#8230;Lummen, Basst\u00f6lpel und ein paar Papageientaucher und Tordalke fliegen und schwimmen herum. Am Horizont Eigg, Muck, Skye, Canna, Mull und in nebliger Ferne die \u00e4u\u00dferen Herbriden&#8230;.und viel viel Meer,&#8230;sonst nichts, kein Schiff, kein Schornstein, keine Dunstglocke, keine Geb\u00e4ude, keine Menschen&#8230;.Einsamkeit&#8230;.sch\u00f6n!<\/p>\n<p>Das Schlauchboot taucht wieder auf&#8230;.und verschwindet in der n\u00e4chsten H\u00f6hle&#8230;<\/p>\n<p>Letztes Jahr, Orkney, Stromness, Ferry Inn. Wir machen uns einen gem\u00fctlichen Abend bei Livemusik. Die Musiker geben alles. Mit Fiddle, Guitarre, Barran Drum und Piepes spielen sie Reel, Skiff und Blues! Habt ihr schon mal Blues auf dem Dudelsack geh\u00f6rt? Supergeil!<\/p>\n<p>Der Pub platzt aus allen N\u00e4hten, Superstimmung, ich g\u00f6nne mir einige Pint Red Macgreggor. Als die letzte Zugabe vorbei ist, werde ich an der Theke von ein paar M\u00e4nnern angesprochen, woher, wohin, womit, die \u00fcblichen Fragen. Es ist die Crew eines Tauchbootes von Scapa Flow. Besonders viel Deutsche tauchen nach der deutschen Flotte die sich hier nach dem ersten Weltkrieg selbst versenkt hat. Wir plaudern noch ein bisschen, als dann mein Bier vor mir steht will ich gehen, aber einer der drei nimmt mich beiseite. Er zieht mich in eine Niesche hinter dem hinteren Ende der Theke. Ich bin etwas erstaunt. Er packt mich mit einer Hand um den Nacken und zieht mich zu sich herunter, er ist vielleicht einen halben Kopf kleiner, und spricht mir so laut und deutlich das ich, aber kein anderer im Kneipenl\u00e4rm verstehen kann zu mir.<\/p>\n<p>Er erz\u00e4hlt mir von einer H\u00f6hle in Fair Isle, irgendwo im Hafen, wo genau will ich nicht veraten, deren Eingang unter Wasser liegt. Nur bei Niedrigwasser und wenn man genau weis wo, kann man schwimmend oder mit einem flachen schmalen Beiboot hinein. Dahinter verbirgt sich, &#8211; aber davon berichte ich sp\u00e4ter, jedenfalls wurde die H\u00f6hle fr\u00fcher von Schmugglern benutzt um sich und ihr gut zu verstecken. Als ich ihn fragen will woher er das weis und warum er mir das erz\u00e4hlt, klopft er mir auf die Schulter und l\u00e4chelt mich an. Genau in diesem Moment schaut sein Kumpel um die Ecke, sagt barsch er soll sich beeilen und zieht ihn hinter sich her aus der Kneipe.<\/p>\n<p>Ich trinke mein Bier und denke \u00fcber die ganze Sache nach&#8230;aber ich kann mir keinen Reim darauf machen.<\/p>\n<p>Das Schlauchboot ist wieder zu sehen und f\u00e4hrt ein paar hundert Meter weiter zu einer seht gro\u00dfen H\u00f6hle. Ich muss kurz die Maschiene anlassen um vom Strom nicht auf die Untiefen gedr\u00fcckt zu werden. Ich drehe das Schiff um 180\u00b0, das Echolot zeigt 28m, 15m, 7m, ich sp\u00fcre wie der Kiel kurz \u00fcber eine Kelpbedeckte Untiefe glitscht, 12m 35m, die Uferzonen sind hier alle nicht vermessen, wozu auch, man muss immer mit Felsnadeln und Untiefen rechnen. Wenn eine D\u00fchnung l\u00e4uft, oder Seegang ist kann man sie an den brechenden Wellen und Stromwirbeln erkennen, aber bei ruhigem Wasser ist Vorsicht geboten. Doch Tordas hat einen massiven Stahlkiel und eine Eispanzerung, soda\u00df Grundber\u00fchrungen und Trockenfallen kein Problem sind.<\/p>\n<p>Der Motor ist wieder aus, wieder ist alles Still und ruhig, die Luft steht, V\u00f6gel schreien in den Klippen \u00fcber mir, es riecht nach Seetang und Guano&#8230;<\/p>\n<p>Jedenfalls versuchen wir seit letztem Jahr jede interessante H\u00f6hle zu untersuchen.<\/p>\n<p>Das Schlauchboot erscheint in einer dunklem \u00d6ffnung zwischen den Felsen und nimmt Kurs auf Tordas.<\/p>\n<p>Alle sind Klatschnass. In den H\u00f6hlen Schwappt die See oft unberechenbar. Aus heiterem (H\u00f6hlen-) Himmel bricht sich eine Welle auch bei scheinbar glattem Wasser,- so geschehen ins Schlauchboot. Ganz so einfach und ungef\u00e4hrlich ist es nicht, man muss schon ein paar Tricks kennen&#8230;.<\/p>\n<p>Zwei Stunden sp\u00e4ter laufen wir in die Ankerbucht von Canna ein.<\/p>\n<p>Obwohl die Bucht wegen des vielen Kelp ber\u00fcchtigt schlechten Ankergrund hat, h\u00e4lt unser 80Kg Stockanker wie immer sofort. Grade bei starkem Bewuchs ist dieser Traditionsanker unschlagbar, alles andere, Bruce, M, Delta, selbst CQR, versagen hier oft und ernten nur Grass statt sich einzugraben, aller Werbung zum Trotz!<\/p>\n<p>Rucks\u00e4cke werden gepackt und dann begeben wir uns auf einen ausgedehnten Landgang.<\/p>\n<p>Auf einem einsamen Felsen, der durch eine schmale Klippe mit der Insel Verbunden ist sind die Reste eines Wachturmes dort an die Wand geklebt, wo der einzige Zugang zum Platteau ist. Die Anlage diente als Gef\u00e4ngnis, Kerker einmal\u00a0 andersherum, eingeschlossen von senkrechten Klippen, den Unbillen des Wetters ausgesetzt&#8230;<\/p>\n<p>Wir Laufen den Klippen entlang, durch Orchideen, Alpenfeilchen, den \u00fcberall wuchernden Iris, Wollgras und was weiss ich. Canna ist der &#8222;Garten der Hebriden&#8220;<\/p>\n<p>Durch Schw\u00e4rme von Midgies und Hochmoore K\u00e4mpfen wir uns auf den h\u00f6chsten Punkt der Insel. Ist ganz sch\u00f6n weit durch die weglose Wildnis, \u00b4n H\u00fcgel, noch n\u00b4 H\u00fcgel, noch n\u00b4 Tal, noch n\u00b4 H\u00fcgel usw&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>Oben haben wir trotz der nur 241 H\u00f6henmeter eine tolle Aussicht. Ich jongliere in der D\u00e4mmerung mit Fackeln, na ja wenigstens die Midgies sind beeindruckt&#8230;<\/p>\n<p>Der direkte R\u00fcckweg ist steiler als wir dachten, als wir uns runtergek\u00e4mpft haben gibts daf\u00fcr noch ein Schluck Ardbeag aus dem Flachman.<\/p>\n<p>Bald nachdem wir an Bord sind falle ich in zufriedenen Schlaf, ein sehr sch\u00f6ner Tag war das.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>18.06.07<\/p>\n<p>Loch Scalvaig<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>19.06.07, 20.06.07<\/p>\n<p>Kallin<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>21.06.07<\/p>\n<p>St. Kilda<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>22.06.07<\/p>\n<p>Ensay<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>23.06.07<\/p>\n<p>Stornoway<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>24.06.07<\/p>\n<p>Stornoway<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>25.06.07<\/p>\n<p>Stornoway<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>26.06.07<\/p>\n<p>Handa<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>27.06.07<\/p>\n<p>Loch Eriboll \/ Eilean Hoan<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>28.06.07<\/p>\n<p>Rousey \/ Trumland Pier \/ Bob<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>29.06.07<\/p>\n<p>Rousey \/ Eynhollow \/ Holm of Stackness \/ Egilsay \/ Wyre<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>30.06.07<\/p>\n<p>Rousey \/ Trumland Pier \/ Edmont<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>01.07.07<\/p>\n<p>Kirkwall<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>02.07.07<\/p>\n<p>Stronsey Firth<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>03.07.07<\/p>\n<p>Nordsee<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>04.07.07<\/p>\n<p>Nordsee<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>05.07.07<\/p>\n<p>Nordsee<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>06.07.07<\/p>\n<p>Kristiansand<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>07.07.07<\/p>\n<p>Teigtholmen Sk\u00e4re<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>08.07.07<\/p>\n<p>Ris\u00f6r<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>09.07.07<\/p>\n<p>Marstrand<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>10.07.07<\/p>\n<p>Dons\u00f6<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>11.07.07<\/p>\n<p>Gottsk\u00e4r<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>12.07.07<\/p>\n<p>Hven Backvicken<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>13.07.07<\/p>\n<p>L\u00fcbeck<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>03.06.07. Lange Anna Backbord achteraus. Es ist 10.30 vormittags, die Sicherheiteinweisung ist abgeschlossen, Wind NE 4. Rattrey Head liegt 400 Meilen in 306\u00b0 voraus, wir laufen 6,5 knoten und die Sonne scheint, &#8211; das leben kann so sch\u00f6n sein!!! Meine Wache beginnt um 22.00. Nachdem ich es letztes Jahr nicht geschafft habe meine Gedanken im &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-92","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tordas.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/92","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tordas.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tordas.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tordas.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tordas.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=92"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.tordas.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/92\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":373,"href":"https:\/\/www.tordas.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/92\/revisions\/373"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tordas.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=92"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tordas.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=92"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tordas.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=92"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}