{"id":726,"date":"2017-08-21T16:00:34","date_gmt":"2017-08-21T14:00:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tordas.de\/?p=726"},"modified":"2017-09-26T16:17:18","modified_gmt":"2017-09-26T14:17:18","slug":"03-07-roscoff-aber-wrach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tordas.de\/?p=726","title":{"rendered":"03.07. Roscoff &#8211; L&#8217;Aber Wrac&#8217;h"},"content":{"rendered":"<p>Bei Sonnenschein hat der Nordwest auf 2Bft abgenommen, aber nachdem wir bei Hochwasser die Enge zwischen Roscoff und der \u00cele Batz verlassen empf\u00e4ngt uns eine lange D\u00fcnung, die uns unter Maschine ordentlich schlingern l\u00e4sst. Eine Herausforderung f\u00fcr so manchen Magen. Daf\u00fcr ist die K\u00fcste um so sch\u00f6ner.\u00a0\u00a0Bald sehen wir die\u00a0\u00cele Vierge\u00a0mit ihren beiden Leuchtt\u00fcrmen. Der 1902 gebaute gro\u00dfe Leuchtturm \u201cGrand Phare de l\u2019Ile Vierte\u201d ist mit 82,5 m der h\u00f6chste Leuchtturm Europas und der h\u00f6chste Steinleuchtturm der Welt. Die vorgelagerten Felsen erscheinen gef\u00e4hrlich wie ein Haigebiss mit mehreren Reihen von Z\u00e4hnen. Zwischen ein paar Zahnl\u00fccken fahren wir durch eine enge Rinne dicht an den Felsen vorbei in das Fahrwasser. Wir beschlie\u00dfen, wenn m\u00f6glich, sp\u00e4ter einen Schlauchbootausflug zu den Felsen zu machen. Der Hafenmeister empf\u00e4ngt uns mit dem Schlauchboot mit &#8222;this is a Port of call, you should have called us&#8220; . Sp\u00e4ter stellt sich heraus, er h\u00e4tte uns einen &#8222;besseren&#8220; Liegeplatz freigehalten, wenn wir uns angemeldet h\u00e4tten. Wir sind aber recht zufrieden mit unserem Platz am Au\u00dfenschlengel. Nachdem wir fest sind, wird sofort das Schlauchboot flott gemacht und raus gehts mit ca. 14 Knoten zu den Felsen. Als Erstes bringe ich Nicole und Guido zu einer kleinen Insel auf der sie Robinson Cruso spielen. Anschlie\u00dfend setzen wir Jules und Ulla in einer kleinen Bucht ab, sie wollen schnorcheln gehen. Dann geben wir selbst Gas. Gischt spritzt in der Bugwelle auf und wenig sp\u00e4ter sind wir dort vorn an den Felsen. Vorsichtig tasten wir uns zwischen Kelpbewachsenen Steinen\u00a0unter Wasser durch. Es ist gar nicht so einfach einen Landeplatz zu finden, selbst die geringe D\u00fcnung pumpt ordentlich Wasser durch die L\u00fccken. Es f\u00fchlt sich an, als ob die See atmet. Schlie\u00dflich finden wir eine Stelle und Benno springt mutig auf den Felsen. Elke und Maja folgen, ich werfe noch den Anker achteraus und folge mit einem gro\u00dfen Schritt. Wir beklettern den Felsen ausgiebig, \u00a0ziehen uns aber oft zur\u00fcck um die Jungv\u00f6gel auf den h\u00f6chsten Punkten nicht zu st\u00f6ren. \u00a0Nachdem wir uns als\u00a0wieder gesammelt haben, sitzen wir Abends noch mit der Crew eines anderen deutschen Schiffes, bekannten von Nicole und Guido, \u00a0an Bord der Tordas und genie\u00dfen den Abend bei Bier, Cidre, und Gespr\u00e4chen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag wandern wir auf dem sch\u00f6nen Rundwanderweg zum Semaphor, einer Signalanlage aus Vor-Handy Zeiten. Hier vor der K\u00fcste \u00a0strandete am 16.\u00a0M\u00e4rz 1978 nach einem Ausfall der Ruderanlage der Supertankers Amoco Cadiz und verpestete mit 223.000 Tonnen \u00d6l 350 Kilometer K\u00fcste. Die Katastrophe wurde von hier beobachtet. Unvorstellbar. Gl\u00fccklicherweise ist heute kaum noch etwas von der Verschmutzung zu sehen, aber das \u00d6l liegt immer noch unter Sand und Seetang verborgen an der K\u00fcste und gibt seine Bestandteile ins Wasser ab. Auch hier wachsen\u00a0\u00fcberall die Hortensien. Auf einem sch\u00f6nen tunnelartig zugewachsenem Weg kommen wir ans Meer und laufen zur\u00fcck. Ein paar Crepes am Hafen runden den Ausflug ab.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck an Bord f\u00e4llt uns sofort das gro\u00dfe Coastguard Schiff an der gro\u00dfen Mooringtonne vor dem Hafen auf. Benno, Elke und mir ist schon klar was folgt. Das Schlauchboot f\u00e4hrt bereits scheinbar ziellos durch den Hafen &#8211; und nein, was f\u00fcr ein Zufall aber auch, legt am Ende der Rundfahrt zuf\u00e4llig bei uns an. &#8222;Papiere bitte&#8220;, &#8222;woher, wohin&#8220;, etc., das \u00dcbliche. Der Chef will unbedingt wissen wer der Eigner ist. Ich beharre auf unser Schiffszertifikat, welches, \u00e4hnlich dem Fahrzeugschein, keine R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Eigentumsverh\u00e4ltnisse zul\u00e4sst. Er versucht sein Schiff anzufunken, &#8211; nichts. Er leiht sich von seinem Kollegen das Handy und ruft an, &#8211; ohne Erfolg. Er entschuldigt sich, steigt ins Schlauchboot und f\u00e4hrt auf sein Mothership. Seine beiden Kollegen &#8222;besichtigen&#8220; solange das Schiff. Aber eines muss man wirklich sagen, manchmal sind sie zwar etwas anstrengend, aber alle ausgenommen freundlich. Das meine ich ernst!\u00a0Da k\u00f6nnen sich die deutschen Beamten, welche nach der Wende anscheinend \u00fcberwiegend den Stiel der DDR Grenzbeamten angenommen haben, mal was abschauen. Schlie\u00dflich kehrt der Chef zur\u00fcck, h\u00e4ndigt uns freundlich einen Durchschlag des Protokolls aus und die drei verabschieden sich. Auf dem Formular steht \u00fcbrigens nichts von Eigentumsverh\u00e4ltnissen, nur Captain und Registration sind gefordert&#8230;..aber man kann es ja mal versuchen \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Auch diesen Abend verbringen wir mit G\u00e4sten an Bord, diesmal ein holl\u00e4ndisches P\u00e4rchen. Auch sie haben uns schon in Scheveningen gesehen, Maja kannten sie auch schon und heute kamen wir ins Gespr\u00e4ch. Sie warten hier auf passendes Wetter um die Biskaya zu \u00fcberqueren. Erst sp\u00e4t kommen wir in die Kojen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Sonnenschein hat der Nordwest auf 2Bft abgenommen, aber nachdem wir bei Hochwasser die Enge zwischen Roscoff und der \u00cele Batz verlassen empf\u00e4ngt uns eine lange D\u00fcnung, die uns unter Maschine ordentlich schlingern l\u00e4sst. Eine Herausforderung f\u00fcr so manchen Magen. Daf\u00fcr ist die K\u00fcste um so sch\u00f6ner.\u00a0\u00a0Bald sehen wir die\u00a0\u00cele Vierge\u00a0mit ihren beiden Leuchtt\u00fcrmen. 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